Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Ach! ich beſchwöre Dich, ſprich, verhehle mir nichts!... Ich darf nicht ſprechen. Ach! verzeih mir, daß ich Dir Kummer mache!... Wenn es nur von mir abhinge.. Theure Iſaura! haſt Du Deiner Pflegmutter ein Verſprechen, einen Eid geleiſtet?... Hatte ſie Dir etwa befohlen, dieſe Berge nie zu ver⸗ laſſen... Aber bedenke doch, daß, wenn Deine Eltern noch lebten, ſie unſre Liebe nicht mißbilligen könnten!... das auf ſo geheimnißvolle Weiſe bezeichnete Haus iſt ſeit lange unbewohnt, es gehört Dir nicht, und Du kannſt Dich nicht davon entfernen! Wohlan, gib zu, daß darunter irgend eine kindiſche Grille, ein bedeu⸗ tungsloſes Verſprechen ſteckt!... Geſteh mir Alles und ich will Dir bald beweiſen, daß Du völlig frei biſt, über Dein Schickſal zu verfügen. Ueber mein Schickſal zu verfügen! wiederholte das Mädchen leb⸗ haft; ol nein... ich kann es nicht! Und von wem biſt Du denn abhängig? Wer kann denn Rechte

an Dich haben? 88 Iſaura ſchlägt die Augen nieder und ſchweigt. Die Stirne Eduards umwölkt ſich; tauſend argwöhniſche Vermuthungen ſteigen wieder in ihm auf; die Liebe, welche aus ſeinen Augen ſtrahlte, machte dem Miß⸗ trauen und Unmuth Platz. Der junge Mann ſteht auf, entfernt ſich einige Schritte von der Kleinen, die aam Fuße des Baumes ſitzen bleibt, und ſagt endlich mit einem Tone, dem er Gleichgültigkeit zu geben ſich bemüht:Nun wohl, mein Fräulein! da Sie mich Ihres Vertrauens nicht würdig halten, werde ich mir keine Frage mehr erlauben.Ich glaubte, Ihre Liebe