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Hand und ſcheut ſich nicht, ihm offen ihre Liebe zu zeigen; doch Eduard denkt nicht daran, ihr Vertrauen zu mißbrauchen, denn auch er liebt ſie wahrhaft. Zwiſchen Liebenden, die einander noch nicht Alles gewährt haben, vergeht die Zeit ſchnell; Eduard be⸗ merkt endlich, daß es hohe Zeit iſt, ins Schloß zu⸗ rückzukehren. Mit Mühe riß er ſich von ſeiner Ge⸗ liebten los, ihr zärtlich zurufend:„Auf morgen!“
„Auf morgen, ſagt Iſaura. Bedenke, daß Du mich gewöhnt haſt, Dich zu ſehen, daß, fern von Dir, mir die Zeit lang wird, und jetzt, wo ich Dir das Geſtändniß meiner Liebe gemacht, möchte ich es Dir jeden Augenblick wiederholen.“
Eduard ergriff die Hand des reizenden Mädchens, dräckte ſie an ſein Herz und rief:„O! möchte ich doch bald Dich nicht mehr verlaſſen dürfen!“
Er ſchwang ſich auf's Pferd, warf Iſaura mit der Hand noch einen letzten Scheidegruß zu und ſchlug den Rückweg nach dem Schloſſe ein. Aber er konnte nicht umhin, noch einen Blick auf das weiße Haus zu werfen, und obgleich er verſprochen, ſich wegen des Geheimniſſes nicht zu beunruhigen und keinem unge⸗ rechten Zweifel Raum zu geben, klopft doch ſein Herz beim Anblick jener verlaſſenen Wohnung, und ſeufzend ſpricht er bei ſich ſelbſt:„Was mag doch der Grund ſein, der ſie hindert, ſich von dieſem Orte zu entfernen?“
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