Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Wem gibſt Du den Vorzug, Alfred oder mir? Mein Gott!... ich ſehe Euch beide ſehr gern... Beide gleich gern?. Die Kleine erröthete; ſie wußte nicht, wie ſie ihr Gefühl geſteben ſollte. Eduard rückte ihr näher, um⸗ ſchlang ſanft ihren Leib, und ſagte zärtlich:Würde es Dir vielen Kummer machen, wenn Alfred nicht mehr käme?

Ja... ich würde zuweilen an ihn denken... wir würden miteinander von ihm plaudern... das iſt Alles.

Und wenn ich nicht mehr käme, würde Dich das Geſpräch mit ihm ebenſo tröſten?

O! niel... nie! rief das Mädchen mit einem Tone aus, der ihr aus der Seele kam.

Theure Iſaura! mich alſo liebſt Du mit wahrer Liebe!. Iſaura ſchlug ihre ſanften blauen Augen zu Eduard auf; der Ausdruck dieſes Blicks, worin ſich ihre ganze Seele malte, konnte dem Glücklichen, der ihr Herz beherrſchte, keinen Zweifel laſſen. In ſeiner Trunkenheit preßt ſie Eduard in ſeine Arme und drückt einen Kuß auf ihre Lippen... Da ließ ſich ein höhniſches Gelächter hören. Die Liebenden ſahen ſich um, erblickten aber Niemand.

Haben Sie nicht etwas gehört? fragte Iſaura unruhig. Ja... es kam mir ſo vor... ich ſehe indeß Niemand um uns her... Ei, was kümmert uns die Welt! Du liebſt mich, theure Iſaura!... Ach!... dieſe Verſicherung gründet mein Glück! Du liebſt mich, biſt Waiſe, von Niemanden abhängig... auch ich bin mein eigener Herr; ich werde Dein

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