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kannſt mich nicht täuſchen!“ JIſaura ſchlägt ſchüch⸗ tern die Augen nieder und zieht ihre Hand aus der Eduards zurück, indem ſie ſtottert:„Es iſt alſo wahr... Ihr liebt mich?... Er hatte mich nicht getäuſcht...“
„Wer?“
„Jener arme Mann... Sie wiſſen wohl, jener Fremdling, der im Gebirge umherſchweift.— Du haſt ihn geſehen?— Ja, vorgeſtern, nachdem Sie fort waren, kam er in meine Wohnung. Ich bot ihm an, bei mir auszuruhen; er blieb ziemlich lange... blickte mich fortwährend an und auf ſo ſonderbare Weiſe!.. Ach! nicht wie Sie! denn ſtatt mir Freude zu machen, machte es mir Furcht.— Hätte Dich der Elende beleidigt?— Nein... ol nein!... Er hat mir nur geſagt... was Sie ſo eben auch ſagten... daß Liebe Sie zu mir führe... bieranf fragte er mich, welchem ich den Vorzug gebe...“
„Wer hat ihm erlaubt, Dich über Deine geheim⸗ ſten Gefühle auszufragen... Ha! wenn ich ihn treffe, werde ich ſeine Unverſchämtheit zu beſtrafen wiſſen!“
„Ol ſein Sie nicht böſe auf ihn, ich bitte; dieſer Mann iſt unglücklich!... Er ſagt, Alles verlaſſe ihn
. Man muß ihm nicht noch Kummer machen... Gewiß befragte er mich nur zur Unterhaltung; aber er beſtand nicht darauf, als er ſah, daß es mir miß⸗ fiel... Sie werden ihm nichts ſagen, nicht wahr?“
„Wie gut biſt Du!... Aber Du haſt Recht, laß uns den Menſchen vergeſſen! Ach! theure Iſaura, antworte mir, laß mich in Deiner Seele leſen.“
„Was ſoll ich Ihnen denn ſagen?“


