Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Sie ſind geſtern nicht gekommen? beginnt end⸗ lich das Mädchen. Nein, es war unmöglich!... große Geſellſchaft, ein Feſt war auf dem Schloſſe! Aber wie lang kam mir der Tag vor, unter dem Lärm und den Leuten, die mir gleichgültig ſind, den Vergnügungen, an wel⸗ chen ich nicht Theil nehmen konnte, weil ich nur an Sie dachte... an Sie allein, bei der ich mich ſo wohl fühle!...

Auch mir iſt die Zeit ſehr lang geworden; ich habe oft nach dem Wege geſehen, auf dem Sie kommen ſollten... Sie haben mich daran gewöhnt, Sie zu ſehen... Sie hatten Unrecht... denn Sie werden nicht immer in der Gegend bleiben; alsdann werde ich Sie nimmer ſehen... und ich glaube nicht mehr

ſo glüfklich ſein zu können, als früher.

Theure Iſaura!... Aber bin ich's... iſt's Alfred, den Du am ſchmerzlichſten vermiſſen wirſt? Heute bin ich ohne ihn gekommen; ich trotze feinem Zorn, denn ich will endlich wiſſen, was ich zu hoffen habe... Ja, ich liebe Dich, Iſaura; ich empfinde die innigſte Liebe für Dich... eine Zeitlang habe ich ſie zu be⸗ kämpfen geſucht, aber ich fühle, es iſt mir unmöglich, dieſe Liebe bildet jetzt einen Theil meines Daſeins... Warum ſollte ich alſo fürchten, mich derſelben hinzu⸗ geben?. Ich bin frei, mein eigener Herr... und wer könnte ſich unſerm Glück widerſetzen, wenn Du mich liebſt? Aber dazu gehört, daß Du mich liebſt, mich Alfred vorziehſt. Ach! ſprich, geſteh mir offen,

was in Deinem Herzen vorgeht.. Iſaura, Du willlſt,