das Mißgeſchick, das Elend, das Alter.. jetzt zitttert man für ſein Daſein... wir haben wahrlich keinen geſunden Verſtand! Ich nun habe das beſte Theil erwählt: ich betrübe mich über Nichts!... ſetze mich über Alles weg... Noch habe ich einige Geldſtücke in der Taſche: ſind ſie fort, ſo werden wir weiter ſehen. Es wäre nicht die erſte Verlegenheit, in der ich mich befände... Ueberdies ſind die Auvergnaten gute Leute, ſie werden mir immer ein Stück Brod geben, und dabei ſteht es mir frei, von Morgens bis
man es häufig nur aus Eigenliebe... Dann kommt
Abends ſpazieren zu gehen. Das iſt ſchon Etwas!.“ Der Fremde hatte ſeine Pfeife angezündet, ſie in
den Mund geſteckt, hierauf wendet er ſich mit ſpötti⸗ ſchem Lächeln zu Eduard und ſchickt ihm eine Rauch⸗ wolke zu.
„Mein Herr, ſagt Eduard, aus Ihren Reden iſt leicht zu erkennen, daß Sie Erziehung genoſſen haben, nicht in einer niedern Klaſſe der Geſellſchaft geboren ſind. Unglück, das ich nicht kennen will, hat Sie:
das Elend gebracht;... Sie ſcheinen die Menſchen zu verachten, weil Sie ſich ohne Zweifel über ſie zu beklagen haben; aber das Unglück erbittert uns unn
macht uns öfters ungerecht;... ich, ich wünſche auf
richtig, Ihnen nützlich zu ſein und ſie aus einer Lage
zu reißen, für die Sie nicht beſtimmt ſind.“
„Nicht beſtimmt bin!... Sie ſehen, es iſt doch ſo, ich bin ja darin! Habe ich übrigens Etwas
von Ihnen verlangt? Wer ſagt Ihnen, daß ich mich ſo nicht wohl fühle?“


