Taſche haben, das gebe Ihnen ein Recht, mich aus⸗ zufragen.“
„Sie irren ſich, mein Herr, und wenn Ihr Aeuße⸗ res mich glauben laſſen konnte, Sie befinden ſich in dürftigen Umſtänden, ſo entſprang aus dieſem Ge⸗ danken der Wunſch, Sie zu verbinden, Ihnen nützlich zu ſein, und darum richtete ich dieſe Frage an Sie.“
Der Fremde betrachtete Eduard eine Weile, dann ſchüttelt er den Kopf und ſagt:„Sie wären alſo von den übrigen Menſchen ganz verſchieden!...“
„Ich bin mit dem neuen Beſitzer dieſes Schloſſes, den Sie bei uns geſehen haben müſſen, hieher ge⸗ kommen.“
Der Unbekannte verzieht den Mund zu einem ſpöttiſchen Lächeln und murmelt:„J... ja, ich habe ihn geſehen!... es ſcheint, er will ſchon Alles im Schloß über den Haufen werfen.“
„Das Gut hat Ausbeſſerungen nöthig; er will den zu ſeiner Wohnung beſtimmten Theil der Ge⸗ bäude moderniſiren laſſen... Auch hat er nicht genug Leute zu ſeinem Haushalt.. noch verſchiedene Stellen ſind zu vergeben... ich dachte, vielleicht... wäre es Ihnen angenehm...“
Der Unbekannte runzelt die Stirn, indem er aus⸗ ruft:„Und Sie machen mir den Vorſchlag, Lakai des neuen Beſitzers zu werden!“
Erſtaunt über den ſonderbaren Ausdruck im Ge⸗ ſichte des Fremden, erwidert Eduard zögernd:„La⸗ kai. oder ſonſt etwas.. ich kenne keine entehrende Stelle für den, der ſie mit Rechtſchaffenheit ausfüllt.“


