7
gefallen; warum ſoll ich alſo nicht verſuchen, ebenſo glücklich zu werden, als einer dieſer Bauerntölpel? Ueberdies, theurer Freund, würde man nie den unbe⸗ deutendſten Liebeshandel haben, wenn man immer ſolche Betrachtungen anſtellte, ja man müßte beſtändig mit niedergeſchlagenen Augen umhergehen, aus Furcht, reizenden Blicken zu begegnen und ſchlechte Gedanken zu faſſen!... das wäre prächtig, ich geſtehe; allein was willſt Du? Vollkommenheit liegt nicht in der menſchlichen Natur.. unſere erſten Eltern ſind der Verſuchung unterlegen, und ich werde nie die Krat beſitzen, weiſey zu ſein als ſie!“
Eduard ſagt nichts mehr; gerne möchte er ſein Mißvergnügen hierüber verbergen können, und will ſich gerade von Alfred entfernen, als Robineau mit mehren, von Franz aus der Stadt herbeigeholten Handwerksleuten erſchien.
„Meine Kinder, ſprach Robineau, es handelt ſich darum, mir dieſes Schloß zu renoviren. Die Gemächer ſind zu trübſelig, die Tapeten zu alt, die Fenſter⸗ ſcheiben zu klein und die Treppen zu ſchlecht. Richtet mir Alles in gehörigen Stand, und beſonders ſo ſchnell als möglich... ich bezahle als großer Herr. Franz, leite die Arbeiter, Du kennſt meine Abſichten.“
„Wie, mein Freund! ſagte Alfred zu ihm, Du willſt das ganze Schloß repariren laſſen?— Nein,
nicht Alles... aber wenigſtens den Theil, den ich
bewohnen und wo ich Geſellſchaft empfangen werde... der nördliche Thurm mag bleiben, wie er iſt... dort⸗
hin werde ich nie gehen!.. Sodann muß man den


