Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Unnöthig, ein Mädchen zu ſehen, das ſchön iſt wie die Liebe ſelbſt!... Hal ich finde im Gegentheil,

daß das ſeine Zeit gut anwenden hieße.

Gerade, weil ſie ſchön iſt, kann es gefährlich werden Du beſonders, Alfred, der leicht Feuer fängt, Du wärſt im Stande, Dich in ſie zu ver⸗ lieben. d. h. eine Kaprice für dieſes.. Land⸗ mädchen zu bekommen.. Ich denke indeß nicht, daß Du die Abſicht haſt, ſie zu verführen.

Du denkſt nicht! Du denkſt nicht!. Ha, lieber Eduard, willſt Du mir eine moraliſche Vor⸗ leſung halten? Ich habe mir noch nichts vorge⸗ nommen.. doch kurz, die Kleine iſt hübſch... ich will ſie wiederſehen; und wenn ich ihr gefalle... meiner Treu, dann mag geſchehen was will!... Und was wäre es denn im Ganzen für ein Unglück? 2

Dieſes junge Mädchen iſt züchtig, unſchuldig, und Du willſt ihre Ruhe ſtören?. Du willſt ihr ein Gefühl einflößen, das Du keine acht Tage empfin⸗ den wirſt... ſie hierauf ihrem Gihnterze überlaſſen! das wäre abſcheulich 16

Eduard, Du verfällſt ins Romanhafte...Erſt⸗ 1 lich ſoll dieſes Mädchen züchtig ſein, wie Du ſagſt. d das iſt mir aber durchaus nicht bewieſen... ihre ſonderbare Lage.. die Gerüchte über ſie... der Unterſchied zwiſchen ihrem Benehmen und dem der andern Bergbewohnerinnen müſſen zu tauſend Ver⸗ muthungen Anlaß geben. Doch kurz, ich will anneh⸗ 4 men, ſie ſei züchtig; ind kann bei nächſter Gelegen⸗ heit ein Bauer von ihr bezaubert werden und ihr