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wenigſtens die Ahnung einer weiten Entfernung auf dem Schloß verbergen möchte, fühlt er die Nothwen⸗ digkeit, jetzt aufzubrechen. Er ſagt daher zu Iſauren: „Jetzt muß ich Sie verlaſſen.— Jetzt ſchon? ant⸗ wortet unſchuldsvoll die kleine Hirtin.— Wie! rief Eduard aus, machte Ihnen meine Gegenwart einiges Vergnügen?— Ich habe Ihnen geſagt, mein Herr, daß ich hier ſo ſelten Gelegenheit habe, mit Jemand zu ſprechen.— Ahl das iſt wahr, verſetzte Eduard kälter, und nur deßhalb...“
Er ſchwieg und ſagte bei ſich ſelbſt:„Nun! wollte ich nicht gar, die Kleine ſolle ſchon in mich verliebt ſein? Wahrlich, ich predige Alfred Moral, und bin ſelbſt nicht beſſer, als er.“
„Ich gehe mit Ihnen den Berg hinab,“ ſagt Iſaura,„es iſt Zeit, daß ich heimgehe, mein armer Vaillant muß ſich langweilen.“
Alsbald trieb ſie ihre Heerde zuſammen und gegen das Thal hinab, bei dem geringſten Sprung ihrer Ziegen aus vollem Herzen lachend und ſchäkernd. 3 Man langt vor der Wohnung Iſaurens an, der Hund kommt beim Oeffnen ſogleich herbei und liebkost ſie, hierauf blickt er Eduard an, geht um ihn herum, zeigt aber keinen Widerwillen.
„Ich glaube, er kennt Sie ſchon, ſagt das junge Mädchen.— Ich ſehe wohl, erwidert Eduard, daß wir in Kurzem auf gutem Fuße mit einander ſtehen werden.. Leben Sie wohl, liebenswürdige Iſaural.,. auf morgen früh!— Auf morgen, mein Herr... ach! verzeihen Sie, ich weiß Ihren Namen nicht!—


