Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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Ich heiße Eduard. Nun denn, auf morgen, Herr Eduard, da Sie heute nicht bei mir raſten wollen. Bei dieſen Worten machte das Mädchen eine anmuthige Verbeugung und geht fröhlich in ihre Wohnung. Der junge Mann ſchlägt nun wieder den Weg nach dem Schwarzenfels ein, nur an die kleine Ziegenhirtin denkend. Jeden Augenblick ſpricht er bei ſich ſelbſt:Sie iſt reizend;... ihre Manieren, ihre Stimme, ihr naives Weſen... Alles zum Ent⸗ zücken.. ol ich werde mich nicht in ſie verlieben.. das wäre eine Tollheit... ſie iſt aber ſo intereſſant, daß ich wollte, es wäre ſchon morgen. Sagen wir Alfred nichts von meinem Beſuch, er wäre im Stande, ebenfalls zu kommen; Alfred iſt leichtſinnig, er würde ſie auf der Stelle zu verführen ſuchen.. es wäre abſcheulich, aber ſicherlich, ich würde es nicht dulden.

Armer Eduard! er will nicht lieben, und iſt ſchon eiferſüchtig!.. Ei! warum denn einer, in ſeinem Alter ſo natürlichen Leidenſchaft widerſtehen wollen! Erſt wenn die Zeit der Vernunft kommt, muß man gegen die Liebe auf ſeiner Hut ſein, gleichwie die Blat⸗ tern mehr Verheerung anrichten, je ſpäter ſie kommen.