Eduard!. Mit der Geſundheit ſteht's gut, wie ich ſehe.. Ihr geht ohne Zweifel zu Tiſche, und ich auch.—
Derjenige der beiden jungen Leute, dem Robi⸗ neau noch die Hand drückte, und deſſen edle und geiſtreiche Phyſiognomie einen leichten Hang zur Per⸗ fiflage andeutete, blickte unſeren Beamten lächelnd an, und in dieſem Lächeln lag ein Ausdruck von Muth⸗ willen, worüber jeder Reizbare hätte böſe werden können, wenn er nicht zugleich mit einem Tone frei⸗ müthiger Heiterkeit ausgerufen hätte:„Guter Robi⸗ neau, wo treibſt Du Dich denn herum?... Man trägt keine ſo hohen Hüte mehr, mein Freund! Pfui doch!.. das iſt vom vorigen Jahre.. aber es ge⸗ ſchieht, um Dich größer zu machen, nicht wahr 2 Und dieſe Rockſchöße!... ha! ha! ha! Du ſiehſt aus wie ein hochedler Papa.. Wer Teufel macht Dir Deine Kleider? weißt Du, daß Du um ein halbes Jahrhundert zurück biſt?“
Robineau nimmt alle die Scherze vortrefflich auf, und indem er die Hand des jungen Mannes endlich losläßt, antwortet er mit gutmüthiger Miene:„Ihr habt gut reden, ihr Herren mit fünfzig und hundert⸗ tauſend Franken Einkünften, ihr könnt wohl jeder Mode folgen, auf die geringſte Aenderung in dem Schnitt eines Rocks, in der Form eines Hutes lauern; ein gewöhnlicher Commis wie ich aber, der nur hundert Louis Gehalt hat!... ich ſoll indeß bald
befördert werden.. ihr ſeht, daß da Ordnung und Sparſamkeit von Nöthen iſt, wenn man keine Schul⸗
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