Wuchſe, die nicht dem Militärſtande angehören, ziem⸗ lich häufig der Fall iſt. Dieſes kleinen Fehlers ſeiner Haltung ungeachtet, iſt ſein Auftreten ungezwungen;
in ſeinen Manieren, in ſeinen unbedeutendſten Be⸗ wegungen liegt eine freie Nachläſſigkeit, die Offen⸗ herzigkeit und ein Anſtrich von Munterkeit athmet, der für ihn einnimmt. Sein angenehmes Geſicht, ſeine großen blauen Augen, ſeine blonden Haare, die anmuthig über ſeine hohe und gebieteriſche Stirne herabfallen, machen zuſammen aus dieſem jungen Manne einen ſehr ſchönen Cavalier; die Bläße ſei⸗ nes Geſichts, einige ſchon ſcharf gezeichnete Linien um ſeine Augen und ſelbſt der gewöhnliche Ausdruck ſeiner Geſichtszüge jedoch zeigen auch einen Mann an, der das Leben ſehr genoſſen hat und an Gefüh⸗ len und Vergnügungen alt iſt.
Sein Gefährte, nicht eben ſo groß und von we⸗ niger regelmäßigem Geſichte, iſt gleichwohl vielleicht hübſcher: ſeine Haare ſind ſchwarz, ſeine dunkelbrau⸗ nen Augen haben einen anziehenden Ausdruck von Sanftmuth, und ſeine Stimme, ſein Lächeln vollen⸗
den, was die Augen begonnen. In ſeinen Manieren
liegt nicht ſo viel Munterkeit und Lebhaftigkeit wie bei ſeinem Freunde; aber er ſcheint nicht, wie dieſer, ſchon ſtumpf für alle Genüſſe des Lebens.
Beim Anblick der beiden Jünglinge iſt das Geſicht des Angeſtellten wieder liebenswürdig geworden; eifrig ergreift er die Hand, die ihm der lange Blonde bie⸗
tet, und ruft aus:„Eil das iſt ja Alfred von Mar⸗ cry! ich bin entzückt, Dich zu keefen;.⸗. und Herr


