vollem Herzen gedacht hat. Sein größter Wunſch wäre es, den Aufenthalt ſeiner Jugend, der zwar ſehr ſchmerzliche, aber auch ſehr ſüße Erinnerungen für ihn hat, als ſein Eigenthum bewohnen zu können.
Er iſt vor dem Gitterthore und liest auf einer Tafel:„Dies Haus iſt zu kaufen oder zu vermiethen.“ — Es iſt unſer, ruft er aus, ich ſoll in meine väter⸗ liche Wohnung wieder einziehen; als Junge von fünf⸗ zehn Jahren bin ich daraus entflohen, als Mann von dreißig Jahren kehre ich darin wieder zurück; o, möchte ich es nie mehr verlaſſen! ich bin gewiß, Adeline wird es gerne wieder betreten; ſie hat es mir oft geſagt, daß ſie hier die ſchönſten Tage ihres Lebens zugebracht hat, und wenn dieſe Wohnung ſie an den Mann erinnert, den ſie zu ſehr geliebt hat, ſo war er doch wenigſtens ihrer hier noch würdig.“
Jakob klingelt; man öffnet ihm nicht; aber eine Nachbarin erſucht ihn, ſich ſchräg gegenüber nach der Wohnung des Notars zu begeben. Es iſt noch der⸗ ſelbe, der vier Jahre früher den Kaufcontrakt für Eduard Murville ausgefertigt hatte. Das Haus war, nachdem es den Gläubigern zugefallen war, nach und nach in mehre Hände gekommen. Der gegen⸗ wärtige Beſitzer bewohnte es faſt nie, und wünſchte ſehr, es wieder los zu werden. Jakob erkundigt ſich nach dem Preiſe, und verſpricht, am andern Mor⸗ gen wieder zu kommen, um das Geſchäft ins Reine zu bringen, denn er mag es doch nicht wagen, ohne Rückſprache mit Herrn Gerval abzuſchließen. Er eilt nach dem Pachthofe zurück und der alte Herr
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