nung, und eine neue Ueberraſchung erwartet ſie, denn ſie erblickt ihren treuen Jakob.
„Mein Bruder, mein Freund! auch Sie ſoll ich wiederfinden? ruft ſie erſtaunt; ich weiß nicht, iſt's ein Traum.. aber ſo viel auf einmal l... So eben war auch Eduard hier bei mir.— Eduard!.. aber kommen Sie zu ſich, beruhigen Sie ſich, liebe Ade⸗ line, fürchten Sie nichts mehr... die Räuber ſind beſtraft.“
Adeline antwortet nicht, aber ihre Augen ſuchen nach ihrem Gemahl.
„Viktoria! ruft Sansſouci, zweien habe ich allein das Lebenslicht ausgeblaſen!— Ihr habt uns das Leben gerettet, brave Fremden, ſagt Gerval, indem er auf Jakob zugeht, wie kann ich Euch genug danken? — Sie haben, wie ich ſehe, meine Schweſter und meine Nichte gepflegt, erwidert Jakob, und alſo bin ich Ihnen Dank ſchuldig.“
„Seine Schweſter, ſeine Nichte!“ wiederholen Herr Gerval und ſeine Leute.—„Vor allen Dingen laßt uns das Haus durchſuchen, es könnten noch irgendwo Spitzbuben verborgen ſein.— Und Dupr läßt ſich nicht ſehen!... ich zittere, daß er ein Opfer ſeines Dienſteifers geworden.— Erſt alle Hausbewohner in Sicherheit, und dann vorwärts!“
Man führt Herrn Gerval, Adeline, ihre Tochter und Katharine in ein Zimmer, wo ſie nichts zu fürch⸗ ten haben, und jetzt beginnen Jakob und Sansſouci, von Lukas geführt, der wie Eſpenlaub zittert, ſeine Hülfe aber nicht verſagen darf, ihre Nachſuchung im


