„Alles geht nach Wunſch, ſagt Dufresne, wir wollen jetzt die Fenſterflügel offen laſſen, damit nichts unſern Rückzug hindert. Eduard Du bleibſt hier, und kein Mitleid, wenn man erwachen ſollte! Ihr, meine Freunde, folgt mir, ich werde euch eure Poſten jetzt anweiſen; Lampin und ich nehmen das Weitere über uns.“
Während Dufresne's Anordnungen ſtülpt Lampin die Aermel hinauf, zieht ſeinen Dolch hervor und unterſucht deſſen Spitze; ein wildes Lächeln glänzt in ſeinen Augen und ſein widerwärtiges, von Wein und Raubſucht belebtes Aeußere trägt in ſeinem ganzen Umfang den Stempel des verworfenſten Ver⸗ brechers.
Die vier Räuber hatten ſich entfernt, und Eduard iſt allein im Zimmer zurückgeblieben. Auf das kleinſte Geräuſch aufmerkſam, geht er unaufhörlich vom Fen⸗ ſter nach dem Bette; er horcht nach dem Gehölz hinaus und lauſcht dann wieder an den Vorhängen, die Adeline verbergen. Er unterſucht des Kindes Bettchen, es iſt leer; Adeline von dem dumpfen Ge⸗ räuſch außen am Fenſter, mehr als gewöhnlich auf⸗ geregt, hat die kleine Ermance zu ſich ins Bett ge⸗ nommen und ſich ſelbſt ganz angekleidet niedergelegt.
Neugierig, die Wahnſinnige zu ſehen, will Eduard ſo eben den Vorhang aufheben, als ein Geräuſch im Walde ſeine Aufmerkſamkeit rege macht; er geht nach dem Fenſter zurück und hört Fußtritte auf dem halb⸗ gefrorenen Schnee und den trockenen, vom Winde umhergeſtreuten Zweigen und Reiſern. Das Geräuſch


