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verlaſſen hat.— Iſt das Ihre unglückliche Frau? fragt der Alte.— Wetter! ich muß die Verrückte ſehen, ruft Gervais, ich bin neugierig zu wiſſen, ob ſie hübſch iſt.“
Er läuft raſch nach dem Fenſter, aber Adeline war bereits wieder in ihr Zimmer zurückgegangen.
„Gute Nacht, meine Herren, ſagt Gerval zu den Fremden, morgen frühe werde ich wohl wieder das Vergnügen haben, Sie zu ſehen.“
Die Kaufleute ſteigen zum zweiten Stock hinauf. Lukas läßt ihnen das Licht und eilt wieder in ſein Zimmer hinunter, das neben der Küche liegt, und von ihm, ſowie es ihm Dupré anempfohlen, ſorgfältig verrammelt und verſchloſſen wird.
Dieſer bleibt noch allein bei ſeinem Herrn, denn die Köchin hat ſich auch ſchon zu Bett begeben, und theilt nun demſelben ſeine Bemerkungen über die Frem⸗ den mit.—
„Sie werden doch geſtehen, Herr Gerval, daß der Große wie ein Vagabund ausſieht, und ſeine Sprache, ſein Benehmen, der Mangel an Achtung gegen ſeinen Vater..— Was willſt Du; er hatte etwas zu viel getrunken!— Seine ſonderbaren Ausdrücke...—. Er iſt ja Soldat geweſen!— O! das war nicht die Sprache eines Soldaten. Möge es Gott gefallen, mein lieber Herr, daß Sie es nicht bereuen, dieſe Leute gaſtfreundlich aufgenommen zu haben!— Was fürchteſt du denn?— Ich weiß es nicht, aber alles iſt mir verdächtig, ſelbſt das Stillſchweigen des Einen, deſſen finſtere Miene eben kein ehrliches Gemüth
Paul de Kock. XXII. 7


