Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3⁵

fahren für das beſte, um einer Verweigerung ihres Geſchenkes zu entgehen. Gute Menſchen haben im⸗ mer Geiſt und Geſchicklichkeit, wenn es ſich darum handelt, gegen Andere verbindlich zu ſein.

Sobald der Morgen graut, iſt Jakob auf den Beinen; Sansſouci läßt auch nicht auf ſich warten. Mit dem Reiſebündel auf dem Rücken und einem tüchtigen Stock in der Hand, tritt er vor ſeinen Freund und ſagt:„Wenn Du willſt, ſo laß uns gehen.“

Die beiden Freunde verlaſſen das Haus. Die Pächtersfamilie ſagt ihnen weinend Lebewohl. Die Kinder, lange daran gewöhnt, mit Jakobs Bart zu ſpielen, und mit Sansſouci ſich auf dem Graſe her⸗ umzuwälzen, hängen ſich an ſie und wollen ſie nicht von ſich laſſen. Luiſe bedeckt ihr Angeſicht mit ihrer Schürze, und ihr Schluchzen ſagt mehr als ihre Worte. Auch Gulllot iſt eben ſo betrübt wie die Andern:„So muß ich nun ganz allein bei meiner Alten bleiben, ſagt er, wie wird mir da die Zeit ſo lang werden! Hier, Freund Jakob, erlaubt, daß ich Euch noch ein kleines Geſchenk auf die Reiſe gebe, wer weiß, ob es Euch nicht nützlich ſein kann.“ Mit dieſen Worten überreichte er ihm ein Paar Piſtolen.

„Ich habe ſie letzthin gelegenheitlich im Dorfe einem alten Soldaten abgekauft; ich hatte im Sinne, ſie Euch an Eurem Namenstage zu ſchenken, aber da Ihr nun abreist, ſo könnt Ihr ſie lieber gleich mitnehmen.“

Jakob dankt dem ehrlichen Pächter und nimmt