Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30

Männer wagen es nicht, ſich gegenſeitig ihre Ge⸗ danken mitzutheilen, und die Nacht überraſcht ſie, in ihre Betrachtungen vertieft, noch auf der Bank. Was wollen wir nun beginnen? ſagt endlich Sansſouci, wir ſitzen hier wie ein paar verlorene Poſten; wir müſſen uns denn doch zu etwas ent⸗ ſchließen. So laß uns Adeline und ihr Kind auf⸗ ſuchen, ſagt Jakob mit dumpfem Tone, und Eduard vergeſſen... Mir fängt es an, bange zu werden für den Unglücklichen!... Ja! wir wollen Adeline auf⸗ ſuchen; ha! für die brauchen wir nicht zu erröthen. Ol für ſie gehe ich ins Feuer... Unglückliche Frau, arme, kleine Ermance... wo mögen ſie jetzt ſein... Vielleicht der Schmerz, von ihrem Manne zu wiſſen, daß... ach! Sansſouci, warum haſt Du ihr das geſagt? Sprich mir nicht mehr davon! Wahrhaftig, ich wollte, Du brauchteſt meine Zunge zur Patrone. Ich finde keine Ruhe mehr, bis ich weiß, was aus ihr geworden iſt. Wir wollen ganz Paris durchſtreifen, uns, wenn es ſein muß, in allen Häuſern nach ihr erkundigen, und finden wir ſi ſie nicht in der Stadt, ſo durchwandern wir ganz Frankreich, alle Städte, Flecken, Dörfer und Weiler. Ja, beim Henker, wir gehen zum Teufel, wenn es ſein muß! Aber wir finden ſie wieder, Kamerad, wir finden ſie wieder, ich ſtehe dafür. Jakob und ſein Gefährte kehren in einem unb deutenden Gaſthofe ein; ſowie der Tag graut, machen ſie ſich auf die Beine, durchſpähen alle Stadtviertel und fragen nach Adelinen und ihrem Kinde, aber

4