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entehrende Handlung begangen hat?— Was wollen Sie hier machen? fragte der Wärter, ohne Jakobs Frage zu beantworten.— Ei, beim Kukuk, wir wollen meinen Bruder beſuchen; ſeine Frau iſt mit ihrem Kinde ſchon hier, ihn zu tröſten.— Keine Frau, ich kann es betheuern, iſt zu ihm gekommen; es hat nicht einmal Jemand nach ihm gefragt.— Wäre es möglich!.— Jeder Verſuch, ihn zu ſprechen, iſt jetzt vergeblich, denn er iſt nicht mehr auf der Con⸗ ciergerie...— Er iſt nicht mehr hier?2... aber wo iſt er denn?— Ganz genau kann ich es Ihnen nicht ſagen— Wie, potz Wetter! ich ſollte nicht er⸗ fahren können, wo mein Bruder iſt?— Nun, nun, mein armer Jakob, tröſte Dich nur, ſagt Sansſouci, der Kamerad iſt ſchlecht unterrichtet, wir werden uns anderwärts erkundigen.— Ich wiederhole es Ihnen, Eduard Murville iſt nicht mehr in dieſem Gefängniſſe, und hat vielleicht jetzt ſchon Paris verlaſſen. Leben Sie wohl, braver Jakob, glauben Sie mir, kehren Sie nach Ihrem Dorfe zurück, verlangen Sie nicht mehr zu wiſſen, und vergeſſen Sie einen Bruder... der Ihrer unwürdig iſt.“
Der Gefangenwärter drückte mit inniger Rührung Jakobs Hand und entfernte ſich ſodann von den beiden Freunden.
Jakob bleibt unbeweglich und nachdenklich ſtehen; ſeine Stirne verfinſtert ſich und ſein Blick wird düſterer; Sansſouci ſchweigt ebenfalls; er fängt an zu fürchten, daß der Bruder ſeines Kameraden nicht bloß Schul⸗ den halber verhaftet worden iſt. Die beiden wackern


