Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

28

ich werde mit dem Commandanten, dem Kapitän, dem Gouverneur, kurz mit aller Welt, wenn es ſein muß, zu ſprechen verlangen; meine ehrenvolle Aus⸗ zeichnung ſoll mir diesmal als Geleitsbrief dienen. Höre, ich weiß ſo wenig wie Du, wo das Ge⸗ fängniß iſt, aber ich will Dich zu meinem alten Freunde, dem Gefängnißaufſeher, führen; er wird uns ſchon ſagen, wie wir es anſtellen müſſen, um zu Deinem Bruder zu gelangen. Gut alſo, wir wollen Deinen Freund aufſuchen; wenn wir ihn nur gleich finden! Allerdings, entgegnet Sansſouci, dort ſehe ich ihn ſchon...

Sie verdoppeln ihre Schritte und erreichen den Gefangenwärter bald; dieſer erkennt ſeinen Freund, ſchüttelt ihm die Hand und fragt ihn, was ihn nach Paris bringe.Höre, ſagt Sansſouci zu ihm, laß uns dort auf jener Bank plaudern!.. Ich ſtelle Dir aber zuerſt meinen Kameraden, einen tapfern Soldaten, vor. Ich ſehe Narben und ein Ordens⸗ band, die für ihn ſprechen. Kann ich euch in Etwas nützlich ſein? Ja, eine wichtige Angelegenheit führt uns her, wir wünſchen einen Gefangenen zu ſprechen... Du erinnerſt Dich wahrſcheinlich noch des Eduards von Murville, von dem ich das letzte Mal, als ich in Paris war, mit Dir ſprach. Mein Kamerad hier iſt ſein Bruder. Sie ſind ſein Bruder, ſagte der Wärter, Jakob mit Rührung an⸗ blickend... Ich bedaure Sie... Ich bin nicht zu bedauern, erwidert Jakob, ſondern er, da er unglück⸗ lich iſt... denn ich will nicht hoffen, daß er eine

84