Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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21 krankheit, da er die Veranlaſſung derſelben nicht 3 kennt. Dupre geht nach Villeneuve⸗St.⸗George und fragt nach allen Jakobs des Ortes. Nur zwei Bauern die⸗ ſes Namens kann er auffinden, beide verſtehen aber nicht, was er mit der jungen Frau und ihrer Toch⸗ ter ſagen will; er kann nichts weiter in Erfahrung bringen und kehrt zu ſeinem Herrn zurück.

Dieſer iſt in ſeinen Nachforſchungen gleichfalls nicht weiter gekommen; die Journale kündigen nichts an, daß eine Frau mit ihrem Kinde verſchwunden ſei, und es wird ihm nicht die entfernteſte Kunde über den Namen und die Familie ſeiner bemitleidens⸗ werthen Fremden.

So vergehen zehn Tage; Adelinens Zuſtand iſt immer derſelbe; ihr Tiefſinn wird weniger durch heftige Anfälle geſtört, aber vernimmt ſie irgend einen Schrei, ſo bricht ſie in ein entſetzliches, ſchreckliches Raſen aus. Die Stimme ihres Kindes allein ver⸗ urſacht ihr niemals ein ſchmerzliches Gefühl, dieſe Töne dringen immer an das Herz der armen Mutter und wirken wohlthuend darauf.

Mein lieber Dupre, ſagt nach Verfluß der zehn Tage der alte Gerval zu ſeinem Diener, ich ſehe wohl, wir müſſen alle Hoffnung aufgeben, etwas Näheres über dieſe intereſſante Frau zu erfahren. Meiner Treu, ich habe einen Entſchluß gefaßt, ich will ſie mit mir nehmen. Du weißt, ich will mich auf meinen Landſitz in den Vogeſen zurückziehen. Dieſe einſame, von Wald und Bergen umgebene