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mich zehn Jahre von Paris entfernt gehalten, erſt ſeit einem Jahre, nachdem ich mich von den Ge⸗ ſchäften zurückgezogen habe, bin ich dann und wann wieder hiehergekommen. Aber welche Veränderung haben zehn Jahre hervorgebracht!... Meine Freunde (es iſt wahr, ſie waren ſchon alt, als ich Paris verließ) ſind todt oder verſchwunden. Alles das be⸗ trübt mich, Dupré. Dieſe Stadt gewährt mir nur moch Erinnerungen! wir wollen wieder nach meinem Landhauſe in den Vogeſen zurückkehren. Dort will ich meine Tage beſchließen. Aber laſſen wir das jetzt; ich habe Dir Etwas mitzutheilen, meine Reiſe iſt doch nicht ganz unnütz geweſen: ich habe dadurch die Bekanntſchaft einer jungen, höchſt intereſſanten und dem Anſcheine nach ſehr unglücklichen Frau ge⸗ macht!— Bahl und wo haben Sie ſie denn ange⸗ troffen?— Wir ſind beide in demſelben Wagen nach Paris gefahren, denn trotz Deines Rathes habe ich doch in einem jener ſchlechten Cabriolets den Weg gemacht.— Ach, mein Herr, wie konnten Sie ſich ſo durchrütteln laſſen, das iſt wahrhaftig nicht Recht.. — Schon gut, ſchon gut, ich fühle mich ganz wohl, und freue mich, Deiner Meinung nicht gefolgt zu ſein, weil ich mit jener armen Frau gefahren bin, die ich nachher zufällig in der traurigſten Lage wie⸗ der angetroffen habe.“
Herr Gerval erzählt ſeinem Diener alles, was ihm begegnet iſt, und wie er die Fremde in dem Augenblicke traf, als man davon ſprach, ſie in einen Spital zu bringen, und Dupre, deſſen Herz eben ſo
Paul de Kock. XXII. 2


