Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

gut iſt, als das ſeines Herrn, kann die Zeit nicht erwarten, die junge Frau und ihr hübſches Töchter⸗ chen zu ſehen; er folgt ſeinem Herrn in das Zimmer, welches man Adelinen gegeben hat.

Eduards Gattin ſchreitet mit Lebhaftigkeit im Zim⸗ mer auf und ab, während die kleine Ermance in einem Lehnſtuhl ruht. Beim Eintritt Herrn Gervals erſchrickt ſie heftig, läuft zu ihrem Kinde und ſcheint zu fürchten, man wolle es ihr nehmen.

Erſchrecken Sie nicht, Madame, ſagt der Greis, ſich ſachte nähernd, ein Freund erſcheint bei Ihnen, der Sie tröſten will... Erzählen Sie mir Ihren Kummer, ich werde ihn mildern, ich hoffe es wenig⸗ ſtens... Was für eine Menge umgibt mich! ruft Adeline, irre Blicke um ſich werfend. Wie viele Leute! . Warum dieſer Auflauf? Ach, ich will nicht... ich will auf dieſem Platze nicht länger bleiben... Hier ſieht man nur Unglückliche... Laſſen Sie mich fort... Aber ich kann nicht, die Grauſamen halten mich zurück... drängen mich... Ach, man muß die Augen zumachen! nicht hinſehen... da iſt er... ganz dicht bei mir...

Sie fällt auf einen Stuhl und bedeckt das Ge⸗ ſicht mit den Händen.Arme Frau, ſagt Dupre, es muß ihr etwas Entſetzliches begegnet ſein... Glauben Sie nicht auch, mein Herr, daß dieſe Un⸗ glückliche dem vornehmern Stande anzugehören ſe cheint?

Ighre Kleidung iſt zwar ſehr einfach... beinahe ländlich, aber trotz dem wette ich, dieſe Frau iſt keine Bäuerin. Ei freilich, ich ſehe es ſo gut