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Adeline fällt kraftlos auf eine Bank zurück; ihre Augen wenden ſich mit Abſcheu von der einen Seite weg, als wollten ſie einer Erſcheinung entfliehen, die ſie peinigt. Alle Umſtehenden können ihre Thrä⸗ nen nicht zurückhalten, denn man überzeugt ſich end⸗ lich, daß ſie den Verſtand verloren hat; Jedermann beklagt die junge Unglückliche, und möchte dazu bei⸗ tragen, ihre Seele zu beruhigen; aber vergebens be⸗ müht man ſich, ſie zu tröſten, Adeline verſteht ſie nicht, ſie erkennt nur ihre Tochter, und beſteht darauf, mit ihr zu fliehen.
Was ſoll man aber thun? Wie ihre Familie aus⸗ findig machen? Wer ſind die Eltern oder Verwandten dieſer unglücklichen Frau? Ihre Kleidung kündigt eben keine glänzenden Vermögensumſtände an; das Paket, daß außer etwas Wäſche noch einige wenige Koſtbar⸗ keiten enthielt, iſt nicht mehr bei ihr gefunden wor⸗ den; wahrſcheinlich hatte irgend Jemand, der ſich den Schandpfahl, den er auch einſt zieren ſoll, be⸗ trachtete, einen günſtigen Augenblick gefunden, Ade⸗ line um ihre letzte Habe zu bringen. Sie iſt alſo ganz hülflos, und da bei vielen Menſchen Rührung und Theilnahme unfruchtbar ſind, ſo ſpricht man ſchon davon, die arme Frau ins Hoſpital, und das Kind ins Findelhaus zu bringen, als die Ankunft eines Fremden der Ausführung dieſes Vorhabens in den Weg tritt.
Ein alter Mann erſcheint im Kaffeehauſe, erkun⸗ digt ſich nach der Urſache der Menſchenmenge und er⸗ fährt von allen Seiten die Begebenheit; er drängt


