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vor⸗ und rückwärts, bis ſie endlich zufällig ganz nahe bei den Gendarmen ſteht, welche die Verurtheilten umgeben. Sie erhebt die Augen, um einen Ausweg zu ſuchen und erblickt die mit dem Siegel der Infamie gezeichneten Unglücklichen... ſie ſchlägt die Augen ſogleich wieder nieder, und möchte dem ſchrecklichen Schauſpiel entfliehen... In dieſem Augenblicke aber läßt ſich ein durchdringender Schrei hören; er kommt von einem der Elenden, die ſo eben gebrandmarkt werden. Dieſer Schrei hat auch Adelinens Ohr er⸗ reicht, ihre Sinne überwältigt, ſie hört ihn unauf⸗ hörlich, ſie hat den klagenden Ton erkannt. Ein un⸗ willkürliches Gefühl treibt ſie, ihre Augen noch ein⸗ mal auf den Verbrecher zu richten... Ein noch junger, bleicher, entſtellter Mann iſt ihr zunächſt am Schand⸗ pfahl befeſtigt... Adeline betrachtet ihn, und kann ihn nicht verkennen, die Augen des Unglücklichen be⸗ gegnen den ihrigen... Es iſt Eduard... es iſt ihr Mann, der ſo eben aus der menſchlichen Geſellſchaft geſtoßen worden iſt, es iſt der Vater ihrer Ermance, den ſie am Schandpfahl wiederfindet.
Ein Schreckenslaut entſchlüpft der jungen Frau... der Unglückliche läßt ſein Haupt auf die Bruſt wieder niederſinken, und Adeline, außer ſich, ſinnverwirrt, von Schauder ergriffen, unterliegt der Heftigkeit ihres Schmerzens; ſie fällt beſinnungslos, aber ihr Kind noch krampfhaft an ſich drückend auf das Pflaſter hin.


