Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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hoben? Nein, nichts von alle dem; unſer Pöbel würde ſich weniger drängen, wenn es ſich bloß um angenehme Unterhaltung handelte. Eine Exekution ſoll ſtattfinden. Unglückliche ſollen gebrandmarkt und an den Pranger geſtellt werden, und nur um ein für das menſchliche Gefühl ſo betrübendes Schauſpiel zu haben, laufen Kinder, Greiſe, junge Mädchen ſo eifrig her⸗ bei.. Ihr wundert euch darüber, lieben Leſer? vergeßt ihr, daß der Greveplatz gedrückt voll Menſchen iſt, daß die Fenſter umher an Zuſchauer vermiethet ſind, wenn irgend ein Verbrecher dort hingerichtet wird? Und wer drängt ſich am meiſten zu dieſen ab⸗ ſcheulichen Schauſpielen 2... Frauen... junge Frauen, deren Züge voll Sanftmuth und Zartgefühl ſcheinen!... Was muß da Alles im menſchlichen Herzen vorgehen können, wenn gerade bei dem ſchwächeren, furchtſa⸗ meren Geſchlecht ein ſolcher Grad von Stoicismus ſich zeigt?

Laſſen wir jedoch auch den Frauen Gerechtigkeit widerfahren, welche ſolche ekelhaften Anblicke fliehen, und durch das Entſetzliche einer Exekution um ihre Sinnen kommen... Adeline gehörte zu dieſen; ſie weiß noch nicht, was auf dem Platze vorgehen ſoll, und hört nicht auf des Gekreiſch des ſie umgebenden Geſindels.Da ſind ſie... da ſind ſie... rufen mehre Stimmen... ach! wir wollen doch ſehen, wie ſie das Geſicht verzerren werden, wenn ihnen das glühende Eiſen aufgedrückt wird.

Adeline bemüht ſich noch immer, über den Platz zu kommen, aber es iſt unmöglich; die Menge ſtößt ſie

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