119 nach Hauſe zurück, obgleich die Schuld nicht an Dir liegt. Mir iſt das Herz ſo voll, und es i*ſt fatal, daß ich mich nicht verſtellen kann.“
Sansſouci verläßt ſeinen Freund, und kommt auf dem Meierhofe wieder an; Adeline und Jakob fragen ihn gewöhnlich aus, und er antwortet, daß er nicht mehr als frühen erfahren habe; aber vergebens be⸗ müht er ſich, ſein Geheimniß zu verbergen; ſeine Traurigkeit verrath ihn; ſeine Verlegenheit, wenn Adeline mit ihm von Eduard ſpricht, macht dieſe argwöhniſchz denn eine Frau erräth gar leicht unſere“ Empfindungen. Ueberzeugt, daß Sansſouci ihr ir⸗ gend etwas Bedenkliches über ihren Mann verſchweigt, ver ast den armen Sansſouci keinen Augen⸗ blick, end quält und beſchwört ihn, ihr alles zu geſtehen. 4
Zwei Tage hält der brape Soldat ſich tapfer gegen die dringenden Bitten Adelinens; aber er erwägt Eduards Lage im Gefängniß und meint, ſie müſſe noch einige Bekannte in Paris haben, durch die ihm vielleicht geholfen werden könnte. Eduard iſt ſtraf⸗ fällig, vielleicht hat aber das Unglück ihn klüger ge⸗ macht, er darf doch nicht aller Hülfe und alles Troſtes beraubt werden. Dieſe Betrachtungen beſtimmen end⸗ lich Sansſoucit, ihr nichts zu verſchweigen. Die Ge⸗ legenheit bietet ſich leicht dar. Am andern Morgen dringt die junge Frau aufs Neue in ihn, ihr zu ge⸗ ſtehen, was er weiß. Sansſouci verſpricht es untern der Bedingung, daß ſie Jakob nichts davon ſage, weil er befürchtet, von ihm geſchimpft zu werden. Adeline


