Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Abend wenig Luſt zum Spaßen, antwortet Veronica, indem ſie einen leichten Seufzer unterdrückt, mir iſt heut gar nicht recht! Aber ich dächte doch, Du wäreſt ſonſt immer oben aus. Nein, wirklich, ich bin ganz betrübt. Bah! ſtehſt Du vielleicht ſchlecht mit Deinem Wirthe? Das nicht, aber ich habe eine Freundin, die in eine fatale Geſchichte verwickelt iſt!... und das quält mich! Was iſt denn das für eine Geſchichte? ſprich doch; vielleicht können wir ihr dienlich ſein. Ach nein, die Juſtiz hat ihre Klauen ſchon darüber, und doch iſt die arme Kleine ſo unſchuldig, wie ihr und ich. Potz Blitz, das will viel ſagen, aber erzähle uns doch, wovon es ſich handelt. So wißt denn, daß meine Freundin früher Kammerjungfer in verſchiedenen Häuſern war; unter anderm diente ſie bei einer Wittwe, die vor nicht gar langer Zeit ſtarb, und man erlaubte ſich im Stadtviertel auszuſtreuen, ſie ſei vergiftet wor⸗ den!.Dieſe Gerüchte kamen der Juſtizbehörde zu Ohren, man hat die Todte nun ausgegraben, und die Aerzte ſcheinen zu beſtätigen, was die Nachbarn behaupten. Darauf hat man Nachforſchungen ge⸗ halten und meine Freundin feſtgenommen, weil ſie gerade um jene Zeit bei der Dame diente; aber das arme Mädchen iſt ſo rein, wie dies Glas Wein, ich will es beſchwören. Dufresne hört der Erzählung der blonden Vero⸗ nica zu, während Lampin mit dem andern Mädchen ſcherzte, und Eduard, den der Gedanke an den falſchen Wechſel quälte, ſich in einer Ecke des Zimmers auf