Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

102 wendig es ſei, es mit ihm nicht zu verderben. Uebrigens war Lampin ſehr fruchtbar an luſtigen und ſchlauen Streichen, und daher eine erwünſchte Hülfs⸗ quelle, ein reicher Schatz für unſere beiden Freunde. Wenn das Glück günſtig war, dachte man bloß daran, ſich zu beluſtigen.

Eines Abends, als man nur noch Lampin erwar⸗ tete, um ſich zu Tiſch zu ſetzen, kommt dieſer lachend an, und beeilt ſich ſeinen Freunden anzukündigen, wie ein gewiſſer Wechſel als falſch erkannt und der Einlöſer deſſelben von ſeinem Verluſte überzeugt worden ſei. Eduard wird blaß und betreten. Du⸗ fresne beruhigt und überredet ihn, daß ſie niemals entdeckt werden könnten; ſie hätten ja Namen und Wohnung verändert, nicht einen einzigen Beweis ver⸗ möge man gegen ſie aufzuſtellen; Lampin höchſtens könne man verfolgen, dieſer habe jedoch eine ſolche Geſchicklichkeit, ſein Geſicht und ſeine Perſon zu ver⸗ ändern, daß er die Agenten der Polizei ſicher über⸗ liſten werde. 8

Eduard iſt damit nicht zufrieden geſtellt, verſucht jedoch ſich zu zerſtreuen und jede Furcht zu verſcheu⸗ chen. Zwei Nachbarinnen, die öfteren Gäſte unſerer Freunde, kommen gerade zur gelegenen Zeit, um den Abend aufzuheitern.Das iſt herrlich, ruft Lam⸗ pin, unſere blonde Veronica ſoll uns einige Späße erzählen! Sie weiß immer die pikanteſten Neuig⸗ keiten; das wird unſern ſchläfrigen Bellecour(Eduards neuer Name), der heute Abend wieder ein wenig den Kopfhänger ſpielt, erheitern. Ach! ich habe heute