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Kinderangelegenheiten; ſie kommen und gedeihen darum doch!“
So iſt nun Adeline in der Pachterwohnung förmlich zu Hauſe; ſie näht mit Leichtigkeit, und Luiſe iſt gezwungen, ſie den ganzen Tag, ſei es mit Nähen oder Spinnen, beſchäftigt zu ſehen. Jakob fühlt ſeine Kräfte ſich verdoppeln, ſeitdem ſeine Schwägerin und ſeine Nichte in ſeiner Nähe wohnen. Er arbeitet für drei. Die erlangte Fertigkeit in allen Ackerarbei⸗ ten, kurz in allem, was er vornimmt, trägt ſehr zur Vermehrung von Gulllots Einnahmen bei, und auch Sansſouci gibt ſich alle Mühe, ihm nachzuah⸗ men; er würde erröthen, unthätig zu ſein, während alle übrigen ſo gut ihre Zeit anwenden. Alles geht alſo auf dem Meierhofe nach Wunſch; Guillot und ſeine Frau ſchelten oft mit Adelinen, daß ſie zu fleißig ſei, und verbieten auch Jakob, ſo unermüdet zu arbeiten; aber beide achten nicht hierauf und haben die beruhigende Gewißheit, den biedern Landleuten nicht zur Laſt zu fallen. 3
So vergehen mehre Monate, ohne irgend eine Veränderung auf dem Pachthofe. Adeline wäre mit
ihrem Schickſale zufrieden, wenn ſie ihren Mann
vergeſſen könnte; aber ſie liebt denjenigen noch immer, der ſie unglücklich gemacht hat, und der Gedanke an Eduard betrübt unaufhörlich ihre Ruhe.„Was mag er jetzt thun?“ fragt ſie ſich jeden Tag, und die Ueberzeugung, daß er mit Dufresne lebt, vermehrt nur ihre Unruhe, ihre Qualen. Manchmal nimmt ſie ſich vor, nach Paris zu gehen, um über das


