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küßt ſie, weint, flucht, ſchreit, ſtampft mit dem Fuße und wendet ſich ab, um ſeine Thränen zu verbergen. Sansſouci, glücklich über Adelinens Zukunft und ſeines Kameraden Freude, ſpringt wie närriſch durch Hühner und Enten, und ſtreichelt die Kinder, was er nur in den Augenblicken der fröhlichſten Laune zu thun pflegt. „Meine Freunde, ſagt Adeline zu den Bewohnern „ des Meierhofes, ich bin nicht mehr, was ich war; unglückliche Zufälle haben mich um mein Vermögen gebracht; ich habe nichts mehr, als den Muth, mein Unglück zu ertragen, und mein reines Gewiſſen, das mir den Troſt gibt, es nicht verdient zu haben. Ich muß jetzt für meine und meines Kindes Exiſtenz arbeiten; ihr habt mich aufgenommen, als ich reich war; arm nun werdet ihr mich nicht abweiſen, und ich komme voll Vertrauen zu euch, um euch um Ar⸗ beit zu bitten;... ach! ſchlagt ſie mir nicht ab, nur unter dieſer Bedingung kann ich hier bleiben.“
Während Adeline ſprach, malte ſich die Rührung auf jedem Geſichte. Luiſe konnte ihre Thränen nicht verbergen; Guillot, mit offenem Munde und ſtieren auf Madame Murville gerichteten Augen ſeufzte tief auf; Sansſouci ſelbſt ſtrich ſich den Bart und wiſchte die feuchten Augen.
Aber Jakob, am tiefſten von der Umgebung einer edlen Frau ergriffen, die ſich in einem Pachthof auf dem Lande vergraben, auf alle Vorzüge der Stadt verzichten will, ohne auch nur ein Wort der Klage
gegen den Urh⸗ aller ihrer Leiden hervorzubringen,


