Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

93 Gewohnheit gemäß, am Gitterthore des Hofes klingelt,

öffnet ihm der alte Gärtner unter Thränen die Thüre.

Nun, was gibt's, Vater Forit? iſt der Madame Murville doch kein weiteres Unglück begegnet? Ach, mein guter Herr, das Schlimmſte iſt geſchehen!... ſie haben meine gute Gebieterin aus dem Hauſe ver⸗ trieben. Vertrieben? das iſt unmöglich, Donner und Wetter! Leider iſt es doch ſo! Es waren alſo Räuber, Spitzbuben? Nein, mein Herr, Gerichtsdiener... Gläubiger... was weiß ich?... ſie haben der Madame Papiere vorgewieſen und er⸗ klärt, daß ſie nicht mehr Beſitzerin ihres Hauſes wäre... die arme Frau!... ſie hat geweint, aber nichts erwidert, ſondern ſtill ihr Bündelchen gepackt, ihr Kind auf den Arm genommen und ſich davon gemacht. Sie iſt fortgegangen?... fort?... wär' es möglich!... der Unglückſelige!... was? ſo hat er ſie ins Elend geſtürzt! Herr Jakob, ich ſage Ihnen, es waren mehre, da, ſehen Sie die Tafel, das Haus iſt zu verkaufen und man hat mich hier gelaſſen, um

à

es Kaufluſtigen zu zeigen. Und wißt Ihr, welchen

Weg Madame Murville eingeſchlagen hat? Frei⸗ lich, ſie iſt auf Paris zugegangen. Sie wird ihren Mann aufſuchen wollen. Ja, o, ohne Zweifel geht ſie zu ihrem Manne... aber, unter uns geſagt, man bebauptet, er ſei ein Taugenichts; er ſoll die aller⸗ tollſten Streiche in Paris machen, und Sie werden begreifen, Herr Jakob, wenn man eine junge, hübſche, vernünftige Frau hat!... denn, alle Welt! ſie iſt

die Tugend und Güte ſelbſt!... und ein Kind, das