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die Nächte bei der Arbeit zubringen, wenn es ſein muß, und für unſern unterhalt ſorgen. Auch in der niederen Hütte kann man noch glücklich ſein, wenn man die Schläge des Schickſals muthig erträgt, und der Himmel wird ſich unſerer zuletzt erbarmen. Du wirſt die Ruhe wiederfinden, die Dir fehlt, und ich meinen Gatten... Ich bitte Dich, Eduard, ſchlage mir dies nicht ab, ich beſchwöre Dich, fliehe dieſe Stadt, die treuloſen Rathgeber, die gefährlichen Be⸗ kanntſchaften, oder fürchte, ſelbſt ein Verbrecher zu werden.“ 3
Eduard fühlt ſich gerührt, ſein Herz iſt von Mit⸗ leid und Gewiſſensbiſſen bewegt, er ſieht zum erſten Mal ſein Kind an.„Nun, antwortet er, ich werde ſehen, wenn ich meine Geſchäfte beendigen kann, ſo folge ich Dir.— Was hält Dich denn jetzt zurück? — Eine einzige Sache... aber eine ſehr wichtige... ich muß erſt wiſſen... wo wohnſt Du denn?— In einem Gaſthauſe der Vorſtadt St. Antoine, da iſt meine Adreſſe.— Gib her, morgen will ich zu Dir kommen.— Du verſprichſt's mir?— Ja... auf morgen... adieu... ich muß Dich jetzt verlaſſen.“
Eduard entfernt ſich eilig, Adeline kehrt in ihr Gaſthaus zurück, und überläßt ſich bald der Furcht, bald der Hoffnung. Sie kennt ihren Mann, ſie weiß⸗ wie wenig man auf ſeine Verſprechungen rechnen kann, und erwartet angſtvoll den andern Morgen.
Aber am andern Morgen kommen Dufresne und Lampin mit dem Gelde zurück. Der Wechsler hat ſich fangen laſſen, er hat geglaubt, die Unterſchrift


