Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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werden und wirft nur unſtäte Blicke umher; wenn Jemand im Vorbeigehen ihn etwas ſchärfer anſieht, ſo erröthet er, wird verlegen und glaubt, man wolle

ihn feſtnehmen; vergebens bemüht er ſich, ſeine Angſt und ſeine Schwäche zu bekämpfen und verwünſcht ſchon das ſo theuer erkaufte Gold.

Wie er gerade in eine andere Straße einlenken will, hört er plötzlich einen Schrei und ſeinen Namen rufen; er verdoppelt ſeine Schritte und wagt es nicht, 5 ſich umzuſehen, aber man läuft ihm nach, erreicht ihn, faßt ihn beim Arm; er zittert... kalter Schweiß rinnt von ſeiner Stirne... er blickt endlich auf und ſieht ſeine Frau und ſein Kind vor ſich.

Du biſt es alſo wirklich!... ſo finde ich Dich denn endlich wieder, ſagt Adeline; ach! wie lange ſache ich Dich ſchon. Du haſt mir recht Furcht eingejagt, ſagt Eduard, von dieſem Zuſammentreffen noch ganz betroffen. Aber was willſt Du hier, war⸗ um haſt Du das Land verlaſſen? Deine Gläubiger haben mich verjagt, das Haus gehört Dir nicht mehr... Seit einiger Zeit ſchon hatte mich der Notar davon in Kenntniß geſetzt, daß Deine Finanzen zerrüttet wären, und auf das Haus ſehr viele Schulden ein⸗ getragen ſeien. Das weiß ich Alles, erſpare mir Deine Klagen und unnützen Vorwürfe. Ich will Dir keine machen... und doch... o, lieber Freund, wie haſt Du Dich verändert! Ich bin krank ge⸗ weſen. Warum haſt Du mir nicht geſchrieben? ich wäre ja gekommen, um Dich zu pflegen. Ich brauche Niemand. Und ſo behandelſt Du diejenige,