Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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geworden. Der Unglückliche bringt ſchon keinen Tag mehr zu, ohne die Spielſäle, von denen Paris wimmelt, zu beſuchen. Da will er ſich über ſeine Lage be⸗ täuben, und vertieft ſich immer mehr in den Abgrund. Der Ertrag ſeiner letzten Wechſel folgt ſeinem Ver⸗ mögen nach. Was wird er jetzt anfangen, um neue⸗ Mittel zu erlangen, ſeinen ſchändlichen Neigungen zu fröhnen? Die Verfallzeit ſeines Wechſels rückt heran, er kann ihn nicht einlöſen, man wird ſein Landhaus verkaufen, und Frau und Kinder haben keinen andern Zufluchtsort, keine anderen Hülfsquellen mehr; aber das iſt das Wenigſte, was ihn beſchäftigt; er denkt nur an ſich und will ſich keineswegs Geld verſchaffen, um das unglückliche Schickſal ſeiner Familie zu er⸗ leichtern; er erinnert ſich der heiligen Bande nicht mehr, die ihn an ſeine liebenswürdige und ſchöne Frau feſſeln ſollten. Ueber die Spielwuth vergißt er, daß er Gatte und Vater iſt. Genöthigt, ſeine Wohnung zu verlaſſen, die er in einem ſchönen Hotel als Garçon bewohnte, logirt er ſich jetzt bei Du⸗

fresne ein. Dieſer iſt bei ſeiner Zurückkunft von

Villeneuve⸗St.⸗George einige Tage in Sorgen, Jakob möchte ihn in Paris aufſuchen, er wechſelt daher ſeinen Namen und bewegt Eduard, daſſelbe zu thun. Dufresne nennt ſich jetzt Courval und Eduard Mon⸗ brun. Unter dieſem Namen miethen ſie ſich jetzt in ein erbärmliches Gaſthaus der Vorſtadt St. Jakob

ein, und ihr täglicher Umgang beſteht hier nur aus

Intriguanten, Leute ohne ehrlichen Nahrungszweig, Paul de Kock. XXI. 6