41
Perſon Alles fürchtet; in der Angſt ſtößt ſie ihren
Diener heftig zurück, der fallend einen niedlichen Toilettentiſch umwirft, und Waſchbecken, Schwämme, Gläſer, Flaſchen, Eſſenzen, kurz, Alles rollt auf dem Fußboden fort... Endlich läuft ein Theil der Geſell⸗ ſchaft auf das Geſchrei, das Wehklagen und den Lärmen aus dem Salon herbei und dringt in Frau von Gerans Zimmer.
Ein Jedes drückt das größte Staunen über die unerwartete Scene aus; beim Anblick der Frau von
Geran, deren Aeußeres die größte Beſtürzung ver⸗ räth; des Jockey, der unter den Stücken des Spie⸗
gels, des Waſchbeckens und den Flacons auf dem Fußboden ſich umherwälzt, und Eduards, der mit wüthenden Blicken, wie Achill vor den Wällen Troja's, durch die Ruinen ſchreitet und Willens zu ſein ſcheint, Alles in Feuer und Blut zu verwandeln.
Man will wiſſen, was geſchehen iſt, man fragt, drängt und ſtößt ſich, und vergrößert nur die Unord⸗ nung, anſtatt die Ruhe herbeizuführen. Der Mar⸗ quis von Monclair hält ein Schnupftuch vors Geſicht und erklärt Murville für einen Raſenden, den man ins Tollhaus ſperren müſſe; Defleuret hat ſeine ver⸗ rätheriſchen Karten noch in Händen und ſtopft ſich mit den Flacons, Schwämmen, Seifkugeln, kurz, mit Allem, was er auf der Erde findet, die Taſchen voll, um von der Unordnung Vortheil zu ziehen und
ſeine Toilette zu bereichern. Einige alte Koketten um⸗
geben theilnehmend den klagenden Jockey, weil ſein⸗ Jugend ſie anlockt; die jungen Herren helfen Frau


