Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Frau von Geran verliert aber ihren Geliebten nicht aus den Augen, ſie will nicht, daß er ihr ent⸗ ſchlüpfe; ſie weiß ihre ganze Kunſt der Koketterie, jede Liſt, alle nur mögliche Mittel anzuwenden, um einen jungen Mann zu umgarnen und zu feſſeln, der ſich angebetet glaubt und gern ſeiner Gebieterin jedes Opfer bringt.

Frau von Geran lebt mit ihren Anbetern auf ſehr großem Fuße: Spiel, Theater, feine Diners, Spa⸗ zierfahrten, Toilette, türkiſche Shawls, Brillanten,

ausgeſuchte Abendmahlzeiten,... damit nur kann man, äußerlich wenigſtens, auf ihre Liebe rechnen, und es iſt klar, daß Eduard dabei nur wenig Zeit übrig bleibt, nicht einmal zur Langeweile.

Sein Glücksſtern hat indeſſen aufgehört zu leuch⸗

ten. Nachdem er im Roulette mehremal hinter ein⸗ ander gewonnen hat, empfindet er auch die Verän⸗

derlichkeit des Glücks und verliert bedeutende Summen. Statt aufzuhören wird er nur um ſo eigenſinniger und eifriger; dies iſt ja die unvermeidliche Folge eines erſten Gewinnes. Darum ſehen die Bankiers

auch lächelnden Muthes die Spieler mit gefüllten Taſchen davongehen, denn ſie wiſſen, daß die Un⸗ glücklichen am andern Tage das Doppelte verlieren werden.

Nachdem Eduard es mit dem Roulette, dem Pha⸗ rao und dem Trente⸗et⸗quarante verſucht, und in einer Stunde 20,000 Franken, den Reſt der von

Dufresne erhaltenen Summe verloren hat, geht er mürriſch und unruhig nach Hauſe; er ſchilt ſeine