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ſonſt ſo heißgeliebten Hand zu achten, ſie kaum mit ſeinen Lippen, entfernt ſich aber gleich hernach mit der Schnelligkeit eines Schülers, deſſen Lehrſtunde beendigt iſt.
„Er will, daß ich ihn verlaſſe, ſagt Adeline, als ſie allein iſt, meine Gegenwart iſt ihm läſtig!... ſo gehe ich denn!... es iſt mir ja künftig gleich, an welchem Orte ich lebe, da ich nirgends mein Glück wiederfinde. Ich habe die Liebe meines Mannes, die Ehre, die Ruhe der Seele verloren; ſo will ich denn meine traurige Exiſtenz möglichſt verbergen; nur für meine Tochter möchte ich meine Tage noch erhal⸗ ten, ihr will ich ſie ganz widmen; armes Kind, was ſollte aus Dir werden, wenn Du mich verlöreſt!“
Adeline küßt ihre Tochter, in ihrem Muttergefühle will ſie neuen Muth ſchöpfen. Sie trifft ihre Ein⸗ richtungen zur Abreiſe nach Villeneuve⸗Saint⸗George, und wünſcht, ihre Mutter möchte ſie begleiten; aber der guten Mama Germeuil liegt wenig am Land⸗ leben; ſie hat ihre Gewohnheiten, ihre Bekanntſchaften in Paris; das Alter iſt ja egoiſtiſch; es fühlt, daß es nur noch wenig zu genießen hat und mag daher auch nur ſo wenig als möglich davon opfern.
Acht Tage genügen Adelinen, um Alles vorzube⸗ reiten, was ſie und ihr Töchterchen auf dem Lande bedürfen. Nach Verlauf dieſer Zeit, während welcher ſie ihren Mann nur ſelten und ſtets nur auf einige Augenblicke geſehen hat; will ſie abreiſen, indeſſen möchte ſie vorher noch einen Verſuch wagen, nicht um die Liebe ihres Mannes wieder zu erlangen, denn ſie


