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Unglücklicherweiſe machte Eduard dieſe Betrach⸗ tungen nicht; er ſah dem Spiel aufmerkſam zu, und nachdem er es einigermaßen begriffen hatte, ſetzte er ein Zwanzigfrankenſtück auf Roth; dieſe Farbe ge⸗ wann neun Mal hintereinander, und da er den Ge⸗ winn immer hatte ſtehen laſſen, ſo gewann er in fünf Minuten 10,240 Franken. Der Chevalier Defleu⸗ ret, der über ſo ein entſchiedenes Glück ſtaunte, rieth Murville leiſe, für den Augenblick nicht weiter zu gehen, weil nach aller Wahrſcheinlichkeit und den Zeichen auf ſeiner Karte die Kugel nothwendig auf Schwarz treffen müſſe. Der Chevalier freute ſich über das Glück Eduards insgeheim ungemein, denn er hoffte ihn bei Frau von Geran wieder anzutreffen, und da er ſehr ſchlecht Ecarté ſpielte, aber gut be⸗ zahlte, ſo war das für ihn eine brillante Ausſicht.
Eduard dachte nicht an die Wahrſcheinlichkeiten des Spiels, ſondern empfand nur ein gewaltiges Krümmen im Magen, denn ſein Eifer und ſeine Thä⸗ tigkeit ſeit dem vorigen Abend hatten an ihm gezehrt, und er fühlte das Bedürfniß, neue Kräfte zu ſam⸗ meln! Er ſtand alſo auf, verließ den Tiſch, und verſprach dem Chevalier, am Abend ihm die Spitze zu bieten.
Wider aller Erwartung Defleurets mußte doch wieder Roth gewinnen. Eduard bereute es ſehr, ſo bald aufgehört zu haben, nahm ſich jedoch vor, ſich bei der erſten Gelegenheit zu entſchädigen; der lange trockene Herr im hellbraunen Kleide, der den Rath Delleurets gehört hatte, ließ, als Roth wieder ge⸗


