Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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ſcheu empfindet, der jeden denkenden Menſchen er⸗ füllen ſollte, kann man es wagen, einen ſolchen Ort der Verführung zu betreten. Welch ein weites Feld, um die Wirkungen dieſer unglückſeligen Leidenſchaft zu beobachten und zu ſtudiren! Das Reſultat der Beobachtungen iſt traurig; aber es gibt eine gute Lehre, und gerade in einem Spielſaale könnte einem jungen Menſchen ſein Geſchmack am Spiele verleidet werden, wenn er, ſtatt ſeiner Neigung zu folgen, mit kaltem Blute alles um ſich her prüfte.

Von welchem Schwindel ſind alle die Unglücklichen ergriffen, die ſich um den grünen Tiſch drängen, und mit ihren Augen die Maſſen Silber, Gold und Bank⸗ noten verſchlingen möchten, die vor den Croupiers aufgehäuft ſind. Es fällt ihnen nicht bei, daß das Meiſte nur da liegt, um ſie anzulocken und fortzu⸗ reißen; ſie ſagen ſich nur:Wie der da gewinnt, der ſo eben mit gefüllten Taſchen hinausgeht, warum ſollte mich das Glück nicht gleich ihm begünſtigen? Und wenn es nun auch geſchähe! Iſt das in den Spielhäuſern gewonnene Geld je dazu benützt wor⸗ den, eine Familie zu bereichern, eine Frau zu er⸗ nähren, eine Tochter auszuſtatten, oder Unglücklichen beizuſtehen? Nein! Spieler haben jederzeit ein hartes Herz, eine durch ihre Leidenſchaft verderbte und ent⸗ artete Seele. Wenn ſie heute gewinnen, werden ſie morgen wieder ſpielen, und das wird ſo lange ge⸗ ſchehen, bis auch das Letzte ihrer Habe dem unerſätt⸗ lichen Hange geopfert iſt. Und kommen ſie mit vollen Taſchen nach Hauſe, ſo glaubt ja nicht, daß ſie dann