Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11 komme, gibt er ihm leiſe den Rath, nicht weiter zu

ſpielen; aber man hört nicht darauf; Murville em⸗

pfindet ſchon das Uebergewicht einer Leidenſchaft, der er ſich zum erſten Male hingibt, und übrigens ver⸗ hindern ihn Eigenſinn und Eitelkeit, ſeinen Platz zu verlaſſen. 1

Wenigſtens, ſagt ihm Dufresne,wollen Sie fortfahren zu ſpielen, ſo geben Sie mir Ihre Brief⸗ taſche, und was ſie noch enthält; Sie haben ja Geld genug vor ſich liegen; ſetzen Sie ſich dem nicht aus, in einem Abend eine ſo bedeutende Summe zu ver⸗ lieren..

Jeder Andere wohl würde dieſen Rath nicht be⸗ folgt haben, aber Dufresne hatte ſchon eine ſolche Gewalt über Murville gewonnen, aie ihm ſein Portefeuille, aus dem er ſchon mehre Banknoten ge⸗

nommen hatte, ohne Bedenken gab.Da, ſagt er

mit unterdrückter Stimme, und bemüht ſich, ſeine Aufregung zu verbergen,da, nehmen Sie... hier iſt auch der Schlüſſel zu meiner Wohnung... gehen Sie... und erwarten Sie mich zu Hauſe. Dufresne ließ ſich das nicht zweimal ſagen. Er begab ſich nach Murville's Wohnung, und hier war man ſchon ſo daran gewöhnt, ihn kommen zu ſehen. daß die Dienerſchaft kaum mehr darauf Acht gab, Dufresne hatte einen Theil des Abends in Eduards Zimmer auf ihn gewartet, da er aber ganz auszu⸗ bleiben ſchien, faßte er endlich den verwegenen Ent⸗ ſchluß, ſich in Adelinens Zimmer zu ſchleichen. Dies wurde ihm leicht, da er den Schlüſſel dazu zu finden