Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Ach, mein Freund, wie lange habe ich Dich erwartet; ich wünſchte ſo ſehr Deine Gegenwart, Dich zu ſprechen... wenn Du wüßteſt!.. Ich habe einen Brief von Madame Dolban erhalten... die arme Frau!.. ſie iſt ſehr unglücklich!... Du wirſt Dich tberzeugen, daß ich mich hinſichtlich Dufresne's nicht geirrt hatte... o, der Böſewicht!... Er iſt ein ſehr gefährlicher Menſch, er iſt, ſagt ſie, zu Allem fähig! er hat ſie ruinirt.. er fröhnt allen Laſtern... Lieber Eduard, ich bitte Dich, gehe nicht mehr mit dem Menſchen um... er würde Dich unglücklich machen. Du wirſt nicht mehr ſagen, daß das Hirn⸗ geſpinſte ſind.. Da.. dort auf dem Nachttiſch liegt der Briefz wenn die Lampe nicht ausgelöſcht wwärs, ſollteſt Du ihn auf der Stelle leſen.

Sie will aufſtehen, um die Nachtlampe wieder anzuzünden, aber die Liebe hält ſie zurück; gern gibt ſie nach, denn ſie hat ja ihren Eduard wieder; der gehabte Kummer iſt nur noch ein Traum, das innigſte Freudengefühl hat ihn verbannt.. So vergeht unter Liebeständeleien und ihren Herzensergießungen die Zeit, ein ſchwacher Tagesſchimmer dringt bereits durch die Fenſtervorhänge, ihre Seele iſt noch voll Entzücken, Sie wendet den Kopf, um ihren Gemahl auf dem

Stuhl vor ſich zu brtrachten, aber ein Schrei des

Entſetzens entfährt ihr.. ſie zittert, will erſticken;

ihre Augen ſtehen ſtarr... ihr Herz hört auf zu

ſchlagen. Es iſt Dufresne, den ſie erblickt... ihm, und nicht ihrem Eduard hat ſie ihr Herz ausgeſchüttet.

V

Der Schrei der jungen Frau rührt Dufresne nicht;