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heit ſtören und ihre Mutter wird wieder bei ihnen wohnen. Die kleine Ermance wird unter den Augen ihrer Eltern aufwachſen und ſie lieben und ſchätzen lernen. Welch eine glückliche Zukunft!... Wie kurz wird da die Zeit erſcheinen! wie herrli ſoll ſie ange⸗ wendet werden!. Adelinens Herz fühlt ſich bei dem reizenden Ge⸗ mälde ihrer Phantaſie erleichtert... aber die Uhr
ſchlägt... ſie ſieht auf den Zeiger und ſeufzt... die⸗
Träume des Glücks verſchwinden und die kalte Wirk⸗ lichkeit umfängt ſie wieder.
So bemühen ſich die Unglücklichen, ſ ſich ſelbſt zu betrügen und ſich ihre eigenen Schmerzen zu ver⸗ bergen. Der, welcher die Geliebte ſeines Herzens verloren hat, kann ihr Bild nicht aus ſeinem Ge⸗ dächtniß entfernen; er ſieht ſie unaufhörlich vor ſich, ſpricht zu ihr, verſetzt ſich mit ihr in die glückliche
Vergangenheit, an die Orte, welche die Zeugen ſeiner entflohenen Freuden waren; er hört ihre zarte Stimme, die Bekenntniſſe ihrer Liebe, er erinnert ſich jeder traulichen Unterredung, er glaubt ihre Hände noch in der ſeinigen zu halten, er ſucht ihre brennenden Lippen, von denen er die ſüßeſte Wonne ſog; aber die Täu⸗ ſchung hört auf, ſie iſt nicht mehr da, und welche ſchreckliche Leere, welche um ſo grauſamere Exiſtenz
wird dann ſein Loos!...
Adeline hat der Wechſel von Furcht und Hoffnung lebhaft in Bewegung gebracht; zwanzigmal ſetzt ſie ſich an die Wiege ihres Kindes und eben ſo oft läuft ſie ans Fenſter und horcht ängſtlich auf das leiſeſte


