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beſchwören, mit einem Mann zu brechen, der ihn ins Unglück ſtürzt... Dieſer Brief, höffe ich, wird ein genügender Beweis ſein; er wird die Augen öff⸗
nen und einen Umgang aufgeben, der mir ſchon ſo
viele Qualen bereitet hat.“
Dieſe Gedanken beruhigen Adelinens Schmerz etwas; feſt entſchloſſen, ihrem Manne den Brief ſo⸗ gleich bei ſeiner Rückkehr zu zeigen, nimmt ſie ſich vor, ihn zu erwarten. Er kann ja nicht mehr lange ausbleiben, es iſt ja ſchon ſpät; es bedarf ja nur noch einer kurzen Zeit des Muthes. Arme Frau! wenn ſie wüßte, was ihren Mann jetzt beſchäftigt, während ſie traurig und verlaſſen, allen Qualen der Angſt, der Unruhe und der Eiferſucht preisgegeben iſt! Du, die im Buche des Schickſals zu leſen dich bemühſt, wie höchſt beklagenswerth wäreſt du, wenn du den Schleier lüften könnteſt, der dir die Wahrheit verhüllt!... Die Täuſchung wurde zum Glück der Sterblichen erfunden! ſie iſt beinahe eben ſo wohl⸗ thätig als die Hoffnung. 1 Die junge Frau zucht ſich mit Plänen für die Zu⸗ kunft die Zeit zu vertreiben. Sie ſieht mit Entzücken der ſchönen Jahreszeit entgegen; bald wird man wieder aufs Land ziehen können; ſie war ja anfangs ihrer Ehe daſelbſt ſo überaus glücklich, daß ſie ſich ſchmeichelt, dort das Glück wieder zu finden, das ihr in Paris fremd geblieben iſt. Eduard wird ſie be⸗ gleiten, ſeine Pläne, ſeine Sucht nach glänzenden Geſchäften aufgeben und völlig mit dem treuloſen Dufresne brechen. Nichts wird dann ihre Zufrieden⸗


