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bereue ich das, abe
107 an die Schwäche ihres Mannes, und der Gedanke macht ſie ſchaudern, daß ihr Glück, ihre Ruhe, viel⸗ leicht die ihres Kindes, in den Händen eines laſter⸗ haften Menſchen ſind, der jeder Handlung fähig zu ſein ſcheint, um ſeine Leidenſchaften zu befriedigen. Sie war in ihren Betrachtungen vertieft; es war Abends neun Uhr, und vergebens wartete ſie auf ihren Mann, als plötzlich heftig an die Thüre des Hotels gepocht wird; bald darauf hört ſie Jemand die Treppe herauf kommen... man nähert ſich...
unzweifelhaft iſt es Eduard... ſie ſteht auf, die
Thüre zu öffnen; aber er iſt es nicht, ein Bedienter bringt einen Brief, den ein Fremder mit dem aus⸗ drücklichen Beifügen übergeben hat, ihn der Madame Murville ſelbſt einzuhändigen; der Unbekannte hat ſich ſogleich wieder entfernt.
Adeline erbricht das Siegel; die Schriftzüge ſind ihr unbekannt, ſie ſcheinen von einer ſchwachen und zitternden Hand zu ſein und ſind von Madame Dol⸗ ban unterzeichnet.„Was kann ſie mir zu ſchreiben haben? ſagt Adeline, ich will doch einmal ſehen.“
„Madame, ſeit langer Zeit bin ich ſehr leidend; ich kann mein Zimmer nicht mehr verlaſſen; aber ich will es doch nicht länger anſtehen laſſen, Ihnen eine wichtige Mittheilung zu machen. Ich habe ein Un⸗ recht begangen, ich m daher auch verſuchen, es wieder gut zu machen Ich habe bei Ihnen einen Mann Namens dufe ee etngerihe... Gott! wie
mals hielt ich ihn noch für unfähig, das Zartgefühl zu verletzen. Eine unſelige
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