Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Neuntes Kapitel. Es iſt nicht ihre Schuld, oder: die Unſchuld ſiegt.

Eduard kömmt im Triumphe zu Dufresne; er iſt jetzt Beſitzer eines beträchtlichen Kapitals und kann nach Gefallen darüber verfügen, denn ſeine Frau wird von ihm keine Rechenſchaft dafür verlangen, und ſeine Schwiegermutter kümmert ſich nicht mehr um ſeine Angelegenheiten. Dufresne erwartet Mur⸗ ville mit Ungeduld; er fürchtete einige Schwierigkei⸗ ten von Seiten Adelinens, aber beim Anblick der werthvollen Papiere umſpielt ein teufliſches Lächeln ſeine Lippen, das er ſogleich wieder zu unterdrücken ſucht, ſeinen Zügen einen ganz eigenen Ausdruck verleiht und jedem andern außer Eduard auffallen würde; dieſer aber läßt Dufresne gar nicht Zeit zum Sprechen; er drängt ihn, doüde zu verkau⸗ fen und letzterer beeilt ſich aus Beſorgniß, jener möchte ſeinen Entſchluß ändern, deſſen Wunſch zu erfüllen.

Adeline wartet vergebens auf die Rückkehr ihres

Mannes, der Tag vergeht und er kommt nicht nach

Hauſe. Sie denkt, er werde bei irgend einem ſeiner neuen Geſchäftsfreunde zu Tiſche geladen ſein und tröſtet ſich hiemit; was ihr aber den größten Kum⸗ mer verurſacht, iſt ſeine Verblendung über Dufresne, ſeine Gleichgültigkeit, womit er ihre Erzählung von deſſen unwürdigem Benehmen aufgenommen hat. Die Drohungen Dufresne's fallen ihr ein, ſie denkt