Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Frau und findet ſie mit ihrem Kinde auf dem Arme. Beim Anblick ihres Mannes, der nicht mehr am Tage ſie zu beſuchen pflegt, erfüllt Hoffnung ihr Herz; ſie denkt, ſeine Liebe führe ihn zu ihr zurück, und ein Lächeln der Freude verſchönert ihre anmuthsvollen Züge. 3 Eduard ſteht ſtumm und verlegen vor ſeiner Frau; er empfindet ein drückendes Gefühl, will aber ſein Unrecht ſich nicht eingeſtehen. Du biſt es, lieber Eduard? ſagte Adeline im ſanfteſten Tone, wie freue ich mich, Dich zu ſehen... es iſt ja ſo ſelten.. aber da, gib doch Deinem Töchterchen einen Kuß. Er nähert ſich der Kleinen kalt, küßt ſie zerſtreut und bleibt, ohne auf ihre niedlichen Bewegungen zu achten, in ſeiner Träumerei verſunken und weiß nicht, wie er von ſeinem Projekte anfangen ſoll.Du ſcheinſt betrübt, ſagt Adeline, ſollteſt Du Verdruß gehabt haben, o, ich bitte Dich, theile ihn mir mit, Du haſt keine zärtlichere und aufrichtigere Freundin, als Deine Frau. Ich weiß es, liebe Adeline, ich habe aber keinen Verdruß gehabt! Nein, mir geht nur ſo Manches durch den Kopf, ich bin mit einer

großen Spekulation beſchäftigt, durch die ich ſehr

viel Geld gewinnen kann! Immer Spekulation, und niemals Liebe, Ruhe, wahres Glück. O wenn wir erſt reich ſein werden... dann... Aber... ich habe eine Bitte, ich wollte Dich erſuchen, etwas zu unterzeichnen... Es betrifft einen ſehr vortheil⸗ haften Handel. Biſt Du deſſen auch gewiß, lieber Eduard! O ganz gewiß... denn. 3