Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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oder durch Handlungen, die den Augen der Nachrede oder Neugierde nie entgehen. Kurz, eine Frau, die ihren Mann untreu findet, kann nur weinen und ſich beklagen; ein Mann aber, der ſeine Frau über der Untreue ertappt, hat das Recht ſie zu beſtrafen; Ihr ſeht alſo, lieber Freund, daß der Fehler nicht der⸗ ſelbe iſt, da die Strafe verſchieden ausfällt. Ich ſehe nur, daß wir die Geſetze gemacht haben und dabei ſehr gut angekommen ſind. Werdet Ihr mir nicht auch noch Moral predigen! Wahrlich, Dufresne, Ihr ſeid beinahe eben ſo ſtreng tugendhaft als meine Frau! Nein, lieber Freund, ach! Ihr kennt mich noch nicht. Ich habe nur, bevor ich Euch diene, wiſſen wollen, ob Ihr die Folgen Eurer Liebesin⸗ trigue auch gehörig erwogen habt... Alles iſt berechnet und erwogen! Ich liebe Frau von Geran und will wieder geliebt ſein. Ich fühle, daß kein Opfer zu groß ſein kann, um meinen Zweck zu er⸗ reichen.. Ihr verſteht mich doch? O, ſehr gut... weil Ihr entſchloſſen ſeid, ſo will ich Euch behülflich ſein; aber Ihr werdet ſodann mir es wenigſtens nicht vorwerfen, Euch verführt zu haben. O nein, nein! ich bin es, der Euch bittet, mir zu dienen, und die 1 kleine Intrigue vor meiner Frau verheimlichen zu helfen. Seid beruhigt und überlaßt mir dieſe Sorge. Ich übernehme Alles. Wann denkt Ihr denn zur Frau von Geran zu gehen? Heute Abend.. Aber da wird wohl geſpielt? Ja, und das hoch. Teufel! und ich habe kein Geld mehr... Die Fete hat mich ganz ausgebeutelt. Es wäre leicht Geld

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