Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Aber wie habe ich bisher gelitten, um mich zu be⸗ zwingen, Aller Augen die Flamme zu verbergen, die in mir lodert; und welchen Qualen unterlag ich nicht, als ich ſo viele Liebkoſungen meinem glücklichen Ne⸗ benbuhler verſchwenden ſehen mußte, der ſie nun mit Gleichgültigkeit empfing, während eine einzige mich auf den Gipfel aller Glückſeligkeit erhoben hätte! Das iſt zu viel, mein Herr, bis jetzt habe ich meinen Unwillen zurückgehalten, aber länger vermöchte ich es nicht, hörte ich noch mehr. Unwillen?... und wodurch habe ich ſolchen verdient? Meinen Mann Ihren Nebenbuhler zu nennen und zum Preiſe ſeiner Freundſchaft ſeine Frau verführen wollen... ſolch ein Betragen iſt abſcheulich!.. Ein ſolches Be⸗ tragen iſt ganz gewöhnlich, und erſcheint Ihnen nur abſcheulich, weil Sie meine Gefühle nicht theilen, denn wenn Sie mich liebten, wäre ich in Ihren Augen ſtatt eines Ungeheuers ein armer Unglücklicher, den eine unwiderſtehliche Leidenſchaft aufreibt, der jedem, ſelbſt der Urheberin ſeines Schmerzes ſeine Klagen verbirgt; ein ſolches Betragen würde Ihnen dann nicht verbrecheriſch erſcheinen, ſo viel Liebe und Beſtändigkeit würde dann wenigſtens Ihr Mitleid rege machen; Sie würden mich ohne Zorn anhören, und vielleicht würde ein ſchöneres Gefühl meine Sache bei Ihnen verfechten, und mich von meinen Sorgen und Qualen befreien. Ja, Madame, ſo betrachten Sie die Sache. Ich bete Sie an, das iſt mein einziges Verbrechen; es hört auf, eines zu ſein, wenn Sie meine Gefühle theilen; der Erfolg gewährt den